Rente: Krankenversicherungsstatus überprüfen

By Kiener & Ege Steuerberater GbR, Privatpersonen

Versicherte sollten sich rechtzeitig vor dem Eintritt in die Rente auch über ihren
Krankenversicherungsstatus informieren. Für die Rentenversicherungsträger besteht keine
Beratungsverpflichtung hinsichtlich der Vorversicherungszeit für den Zugang zur Krankenversicherung der
Rentner (KVdR). Darauf weist die Bundesregierung hin.
Versicherte mit gesetzlichem Rentenanspruch werden Mitglied der KVdR, wenn sie in der zweiten Hälfte
ihres Erwerbslebens zu mindestens 9/10 in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oder
familienversichert waren. Die Vorversicherungszeiten fallen in die Zuständigkeit der gesetzlichen
Krankenkassen, die eine konkrete Beratung dazu anböten, so die Bundesregierung. Bei der Ermittlung der
Vorversicherungszeiten wird auch eine freiwillige Mitgliedschaft berücksichtigt. Zeiten in einer Privaten
Krankenversicherung (PKV) werden nicht als Vorversicherungszeit in der GKV anerkannt. Wenn die
Vorversicherungszeit nicht ausreicht, werden die gesetzlich Versicherten als Rentner in der GKV zu
höheren Tarifen freiwillig versichert.
Unlängst hat der Bundestag eine Gesetzesänderung beschlossen, wonach Kindererziehungszeiten mit
pauschal drei Jahren pro Kind auf die KVdR angerechnet werden. Damit sollen Nachteile für Mütter
ausgeglichen werden, die während der Erziehungszeiten nicht in der GKV versichert waren. Die Regelung
soll am 1. August 2017 inkraft treten.
Wie die Bundesregierung unter Berufung auf die Mitgliederstatistik der GKV schreibt, sind derzeit rund
301.000 Rentner und rund 215.000 Rentnerinnen freiwillig in der GKV versichert.