Sonder-Newsletter zur aktuellen Corona Situation

Erneuter Lockdown in Deutschland – Was Sie jetzt zu den aktuellen Förderungen, Nothilfen und Krediten wissen sollten

Bund und Länder wollen die stark steigenden Corona-Infektionszahlen wieder eindämmen und beschließen einen (teilweisen) Lockdown für ganz Deutschland. Um die die Kontaktnachverfolgung wieder zu ermöglichen und das Gesundheitssystem nicht zu überfordern wurden umfassende private Kontaktbeschränkungen erlassen. Darüber hinaus werden unter anderem Hotels, Restaurants, Kinos und Theater für den gesamten Monat November 2020 schließen.

Die finanzielle Belastung für die zahlreichen Unternehmer, Gastronomen und Selbstständigen soll mit den vorhandenen und neuen Förder- und Kreditmaßnahmen soweit wie möglich abgefangen werden. Wir geben Ihnen nachfolgend einen kurzen Überblick über die bereits beschlossenen und neu hinzukommenden Programme.

Es ist unbestritten, dass die Maßnahmen, die zur Abmilderung der Ausbreitung der Pandemie getroffen wurden, für unsere Wirtschaft erneut erhebliche Auswirkungen haben werden.

Wir unterstützen Sie in dieser (schwierigen) Zeit. Wir verstehen uns als Ihre Berater. Sie können mit uns rechnen.

 

1.Nothilfeprogramm für den November-Lockdown

Der Bund will Unternehmen und andere Einrichtungen, die ihre Geschäftstätigkeit im November einstellen müssen, eine außerordentliche Wirtschaftshilfe gewähren. Kleine Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern sollen 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats (November 2019) erhalten. Für größere Betriebe soll noch ein Programm ausgestaltet werden.

Aktuell liegen keine detaillierten Informationen vor, wie die Antragstellung erfolgen soll. Wir halten Sie hierüber in weiteren Newslettern sowie auf unserer Webseite auf dem Laufenden.

2. Überbrückungshilfe II

Kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, können umfassende Zuschüsse als Überbrückungshilfe erhalten. Die Überbrückungshilfe II kann seit dem 21.10.2020 beantragt werden. Analog der Überbrückungshilfe I erfolgt die Antragstellung über einen „prüfenden Dritten“ (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer, Rechtsanwalt). Zur Antragstellung berechtigt sind Antragsteller / Unternehmer, die entweder

  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder
  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.

Bitte sprechen Sie uns an. Wir prüfen gerne die Anspruchsvoraussetzungen, ermitteln die Förderhöhe und unterstützen Sie bei der Antragstellung.

3. Stabilisierungshilfe

Die baden-württembergische Landesregierung unterstützt mit der „Stabilisierungshilfe Corona“ das Hotel- und Gaststättengewerbe.

Unternehmen, die mindestens 30 Prozent ihres Umsatzes mit einer Tätigkeit im Hotel- oder Gaststättenwesen erwirtschaften, können für einen bis zu dreimonatigen Förderzeitraum zwischen dem 1. Mai und dem 31. Dezember 2020 unterstützt werden. Der Zuschuss ist eine Einmalzahlung, die sich an der Betriebsgröße und dem Liquiditätsengpass im Betrieb orientiert. Anträge können derzeit bis zum 20. November 2020 gestellt werden

Ist Ihr Unternehmen im Hotel- und Gaststättengewerbe angesiedelt? Dann sprechen Sie uns bitte an. Wir prüfen gerne die Anspruchsvoraussetzungen, ermitteln die Förderhöhe und unterstützen Sie bei der Antragstellung.

4. Ausbildungsprämie / Ausbildungsprämie plus

Das Programm der Arbeitsagentur richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die von der Corona-Krise betroffen sind (bis 249 Beschäftigte). Hatten Sie in der ersten Jahreshälfte 2020 für mindestens einen Monat Kurzarbeit oder ist der Umsatz im April und Mai 2020 im Vergleich zum April und Mai 2019 um 60% eingebrochen, dann sind Sie prinzipiell berechtigt die Ausbildungsprämie zu beantragen. Die Prämie besteht aus einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro je Ausbildungsvertrag. Für die Ausbildungsprämie und Ausbildungsprämie plus sind die Ausbildungsverhältnisse relevant, die vom 01.08.2020 bis 15.02.2021 beginnen.

Bitte sprechen Sie uns an. Wir prüfen gerne die Anspruchsvoraussetzungen, ermitteln die Förderhöhe und unterstützen Sie bei der Antragstellung.

5. KfW-Schnellkredit

Der KfW-Schnellkredit, bei der die KfW-Bank das Bankenrisiko zu 100 % übernimmt, wird angepasst und für Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten geöffnet (bisher war dies nur für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeiter möglich gewesen).

Wesentliche Merkmale des Schnellkredits sind:

  • Kredit mit 3,00 % Sollzins p.a.
  • Kleinere und große Kreditbeträge – bis zu 800.000 Euro
  • Bis zu 10 Jahre Zeit für die Rückzahlung, 2 Jahre keine Tilgung
  • Die KfW übernimmt 100 % des Bankenrisikos

6. Überbrückungshilfe III

Der Bund will die Überbrückungshilfen für Corona-gebeutelte Unternehmen aller Branchen über das Jahresende hinaus verlängern. Die Konditionen dieser Überbrückungshilfe III sollen darüber hinaus verbessert werden. Laut Beschlusspapier sollen auch die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft sowie die Soloselbständigen ein besser gefördert werden.

Links:

Beschlusspapier Bundeskanzlerin und der Regierungschefs der Länder:

https://www.bundesregierung.de/resource/blob/997532/1805024/5353edede6c0125ebe5b5166504dfd79/2020-10-28-mpk-beschluss-corona-data.pdf?download=1

Überbrückungshilfe:

https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Home/home.html

Ausbildungsprämie:

https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern

KfW-Schnellkredit:

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Erweitern-Festigen/F%C3%B6rderprodukte/KfW-Schnellkredit-(078)/