Stundung der Sozialbeiträge muss bis 26. März beantragt werden

Die Sozialversicherungsbeiträge, die eigentlich am 27. März fällig wären, dürfen ausgesetzt werden. Wichtig ist, dass der Antrag bereits am 26. März gestellt wird. Wie lange die Regelung gilt und wo Betriebe weitere Hilfe bekommen.

Die Arbeitgeber in Deutschland müssen im Fall einer finanziellen Notlage wegen der Corona-Krise zunächst keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Auf Antrag des Arbeitgebers können die Beiträge stattdessen bis Mai gestundet werden, wie die gesetzlichen Krankenversicherungen mitteilten.

Turnusgemäß sind die Beiträge für Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung an diesem Freitag, 27. März, fällig. Eingezogen werden sie von der gesetzlichen Krankenversicherung. Es handelt sich um insgesamt rund 40 Milliarden Euro, die pro Monat fällig sind.

Sozialversicherungsbeiträge für März, April und Mai können später gezahlt werden

In einem Schreiben der Sozialversicherungsträger heißt es, Stundungen seien zunächst längstens bis Juni zu gewähren. „Einer Sicherheitsleistung bedarf es hierfür nicht.“ Ein zentraler Punkt ist, dass keine Stundungszinsen berechnet werden sollen.

WICHTIG!

Konkret heißt das: Die Beiträge für März, April und Mai können im Rahmen dieser Regelung gestundet werden. Sie sind dann im Juni fällig. Betriebe müssen für die Stundung der Sozialbeiträge für März einen Antrag bereits bis zum 26. März stellen, wie die Handwerkskammer Südthüringen mitteilt. Einen Musterantrag auf Stundung können betroffene Betriebe auf der Website der Handwerkskammer runterladen.

Der Krankenkassen-Spitzenverband bestätigte die Regelung. „Arbeitgeber, die aus nachvollziehbaren Gründen wegen der Corona-Epidemie kein Geld haben, um die Sozialversicherungsbeiträge zu bezahlen, können die Beiträge vorübergehend stunden, also später zahlen. Ausnahmsweise werden dafür keine Zinsen fällig“

 

Quelle: deutsche-handwerks-zeitung.de