Monthly Archives

März 2020

Bund will bei Corona-Krediten nachbessern

By Allgemein, Kanzlei News, Unternehmen
Viele Geschäfte müssen schließen, Fabriken produzieren nicht mehr, Lieferketten sind unterbrochen: Für den Großteil deutscher Firmen bedeutet das Coronavirus Verluste. Jetzt will der Staat bei den Kreditprogrammen der KfW nachbessern. Helfen wird das trotzdem nicht allen.

Die Bundesregierung arbeitet bei Corona-Hilfen an Nachbesserungen für mittelständische Unternehmen, um eine Pleitewelle zu verhindern. Aus Regierungskreisen hieß es, Kredite für mittelständische Firmen könnten mit einer 100-prozentigen Staatshaftung abgesichert werden. Die EU-Kommission müsse diesem Modell allerdings zustimmen, es liefen dazu Gespräche.

Wirtschaftsverbände hatten beim Sonderkreditprogramm der staatlichen Förderbank KfW eine „Förderlücke“ vor allem beim Mittelstand beklagt und gefordert, dass der Staat 100 Prozent des Risikos übernimmt. Viele Betriebe seien derzeit wegen der massiven Folgen der Corona-Krise nicht mehr kreditwürdig. Nach dpa-Informationen ist im Gespräch, dass Kredite für Firmen mit 10 bis 250 Beschäftigten mit einer 100-prozentigen Staatshaftung abgesichert werden. Dazu könnte es zinslose oder sehr günstige Kredite in der Höhe von drei Monatsausgaben geben, höchstens aber bis zu 500.000 Euro pro Firma. Ähnlich wie beim Bafög könnte die Rückzahlung nach Leistungsfähigkeit laufen.

Seit dem 23. März können Firmen Mittel aus dem KfW-Sonderprogramm bei ihrer Hausbank beantragen. Die staatliche Förderbank – und damit die öffentliche Hand – übernimmt 80 bis 90 Prozent des Risikos für den Fall, dass Unternehmer das Geld nicht zurückzahlen können. Nach Einschätzung von Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis wird das KfW-Sonderkreditprogramm vielen Firmen aber wenig nutzen. Schleweis hatte dem „Handelsblatt“ gesagt, Kredite könnten nur Unternehmen erhalten, bei denen davon auszugehen sei, dass sie das Darlehen innerhalb von fünf Jahren auch zurückzahlen können. „Bei vielen Firmen aus Branchen, die unter der Corona-Krise besonders stark leiden, ist dies aktuell nicht der Fall.“

Verbände befürchten Pleitewellen

Infolge der Corona-Krise wird eine tiefe Rezession in Deutschland erwartet. Viele Geschäfte mussten schließen, Fabriken produzieren nicht mehr, Lieferketten sind unterbrochen. Im öffentlichen Leben gelten einschneidende Beschränkungen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. In vielen Branchen droht laut Verbänden eine Pleitewelle, wenn Hilfen nicht schnell fließen.

Bund und Länder hatten umfassende Hilfspakete beschlossen, um Firmen und Jobs zu schützen. Neben dem KfW-Sonderkreditprogramm geht es etwa um eine deutliche Erweiterung des Kurzarbeitergeldes sowie um Steuerstundungen. Für Solo-Selbstständige sowie kleine Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten gibt es direkte Zuschüsse, die über die Länder ausgezahlt werden. Der Bund gibt dafür Mittel von bis zu 50 Milliarden Euro.

 

 

 

Quelle: ntv.de

Soforthilfen, Liquiditätskredite, GEMA

By Allgemein, Kanzlei News, Unternehmen
  1. Wegfall der Vermögensprüfung bei den Soforthilfen, was bedeutet dies für mich?
  2. Wie kann ich mir zusätzlich Liquidität sichern, welche Ergänzungen gibt es zu den Soforthilfen?
  3. GEMA-Entgelte, was passiert mit meinen bereits eingezogenen Beträgen?

1. Wegfall der Vermögenprüfung bei den Soforthilfen, was bedeutet dies für mich?

Wir begrüßen es, dass das Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg, auf Drängen des HBWs hin, den Begriff der existentiellen Notlage neu definiert hat.  Dies hat zur Folge, dass die Vermögensprüfung für die Antragsstellung der Soforthilfen bis 30.000 Euro rückwirkend entfällt.

Was heißt das für Sie als Antragsteller?

Private liquide Mittel müssen grundsätzlich nicht mehr eingesetzt werden, um von der Soforthilfe des Landes zu profitieren. Konkret müssen Sie versichern, dass Sie durch die Corona-Pandemie in eine existenzbedrohende wirtschaftliche Lage geraten sind. Dies liegt dann vor, wenn die fortlaufenden Einnahmen aus Ihrem Geschäft voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pacht, Leasingaufwendungen) zu zahlen. Damit zeigen Sie, es liegt ein Liquiditätsengpass in Ihrem Unternehmen vor. Die offizielle Meldung des Landes finden Sie HIER.

Bitte beachten Sie, dass es nicht möglich ist die Fördermittel aus dem Land und Bund zu kombinieren

Die Hilfsmaßnahmen des Bundes fließen direkt in die Soforthilfen des Landes ein, das heißt Sie müssen und können keine Fördermittel beim Land und Bund in Kombination beantragen. Sie beantragen Ihre Soforthilfe über die Antragsstelle beim Land Baden-Württemberg HIER und laden den ausgefüllten Antrag als PDF-Bogen HIER auf dem Portal der Kammern hoch und reichen Ihren Antrag damit ein.

2. Wie kann ich mir zusätzliche Liquidität sichern, welche Ergänzungen gibt es zu den Soforthilfen?

Schaffen Sie sich jetzt zusätzlichen Freiraum neben der Soforthilfe, durch die Angebot der KFW, L-Bank und Bürgschaftsbank BW – wir haben Ihnen nachfolgend die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Möglichkeit 1: KfW-Unternehmerkredit

Der Förderkredit für etablierte Unternehmen: KfW-Corona-Hilfe für Investitionen und Betriebsmittel (z. B. Warenlagerfinanzierung, Ablöse von Lieferantenverbindlichkeiten, Miete, sonstige Kosten)

  • Bis zu 90 % Risikoübernahme

Konditionen:

Für kleine und mittlere Unternehmen mit 90 % Haftungsfreistellung 1,00% bis 1,46%, je nach Bonität

Kredithöhe und Auszahlung:

  • bis zu 25 % des Jahresumsatzes 2019 oder
  • das doppelte der Lohnkosten 2019 oder
  • den aktuellen Liquiditätsbedarf für die nächsten 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen bzw. 12 Monate bei großen Unternehmen oder
  • 50 % der Gesamtverschuldung Ihres Unternehmens bei Krediten über 25 Mio. Euro
  • bis zu 100 % Ihrer Investitionskosten und Betriebsmittel
  • 100 % des Kreditbetrages werden ausgezahlt
  • bis zu 2 Jahre mit Tilgung in einer Summe am Laufzeitende und einer Zinsbindung (Zinsen siehe Konditionen) für die gesamte Kreditlaufzeit
  • bis zu 5 Jahre bei höchstens 1 Tilgungsfreijahr und einer Zinsbindung für die gesamte Kreditlaufzeit

Möglichkeit 2: L-Bank Liquiditätskredit mit 80% Absicherung durch die Bürgschaftsbank

Mit dem Liquiditätskredit können kleine und mittelständische Unternehmen in Baden-Württemberg ihren Liquiditätsbedarf decken, insbesondere für nicht-investive Maßnahmen. Das Land verbilligt die Sollzinsen des Liquiditätskredits unter Marktniveau.

  • Für kleine und mittlere Unternehmen mit 80 % Absicherung durch die Bürgschaftsbank

Konditionen:

1,00% bis 7,40%, je nach Bonität (laut Preisübersicht L-Bank)

Umfang der Finanzierung:

Die förderfähigen Ausgaben können bis zu 100 % finanziert werden. Die Bürgschaftsbank übernimmt eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 80 % des Darlehensbetrages

Minimaler Darlehens Betrag: 10.000 Euro

Maximaler Darlehens Betrag: 5 Millionen Euro

Laufzeitvarianten:

4 Jahre mit 0 oder 1 tilgungsfreien Jahr
5 Jahre mit 0 oder 1 tilgungsfreien Jahr
6 Jahre mit 0, 1 oder 2 tilgungsfreien Jahren
8 Jahre mit 0, 1 oder 2 tilgungsfreien Jahren
10 Jahre mit 0, 1 oder 2 tilgungsfreien Jahren

3. GEMA-Entgelte, was passiert mit meinen bereits eingezogenen Beträgen?

Bereits in der letzten Woche haben wir Sie informiert, dass die GEMA-Vergütungen für den Zeitraum, in dem die Einzelhandelsbetriebe aufgrund behördlicher Anordnungen wegen der Covid-19-Pandemie schließen müssen, für die betroffenen Lizenznehmer entfallen. Die von den Schließungen betroffenen Einzelhändler müssen also für diesen Zeitraum keine GEMA-Vergütungen zahlen. Allerdings sind in der letzten Woche teilweise GEMA-Vergütungen auf Grundlage laufender Lizenzverträgen für den Monat April 2020 oder Einzelrechnungen automatisch eingezogen worden. Dies betraf auch Lizenznehmer, deren Verträge nach Ankündigung der GEMA vom 20.03.2020 ruhen. Dieses Vorgehen ist nach Auskunft der GEMA auf die prozessbedingten Zeitläufe (Rechnungsstellungzeitpunkt/ Bankenkommunikation) und die große Anzahl von betroffenen Lizenzverträgen zurückzuführen. Die GEMA bittet hierfür um Verständnis.

Die GEMA hat uns informiert, dass sie dies im Nachgang für die von der behördlichen Schließung betroffenen Betriebe korrigieren und den Unternehmen die eingezogenen Beträge gutschreiben wird. Die Unternehmen müssen hierzu nichts Weiteres veranlassen. Wir empfehlen allerdings, die eingehende Gutschrift zu kontrollieren.

Die GEMA klärt derzeit noch weitere Detailfragen im Zusammenhang mit der konkreten Abwicklung, z. B. auch im Hinblick auf Jahresverträge. Der HDE und HBW haben außerdem dafür plädiert, aus Gründen der Vereinfachung allen Einzelhandelsunternehmen den GEMA-Beitrag für die Zeit der Krise zu erlassen, so dass besondere Meldungen und Nachweise für die von den Schließungen betroffenen Unternehmen vermieden würden.

 

 

Quelle: Handelsverband Südbaden e. V.

Stundung der Sozialbeiträge muss bis 26. März beantragt werden

By Allgemein, Kanzlei News, Unternehmen

Die Sozialversicherungsbeiträge, die eigentlich am 27. März fällig wären, dürfen ausgesetzt werden. Wichtig ist, dass der Antrag bereits am 26. März gestellt wird. Wie lange die Regelung gilt und wo Betriebe weitere Hilfe bekommen.

Die Arbeitgeber in Deutschland müssen im Fall einer finanziellen Notlage wegen der Corona-Krise zunächst keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Auf Antrag des Arbeitgebers können die Beiträge stattdessen bis Mai gestundet werden, wie die gesetzlichen Krankenversicherungen mitteilten.

Turnusgemäß sind die Beiträge für Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung an diesem Freitag, 27. März, fällig. Eingezogen werden sie von der gesetzlichen Krankenversicherung. Es handelt sich um insgesamt rund 40 Milliarden Euro, die pro Monat fällig sind.

Sozialversicherungsbeiträge für März, April und Mai können später gezahlt werden

In einem Schreiben der Sozialversicherungsträger heißt es, Stundungen seien zunächst längstens bis Juni zu gewähren. „Einer Sicherheitsleistung bedarf es hierfür nicht.“ Ein zentraler Punkt ist, dass keine Stundungszinsen berechnet werden sollen.

WICHTIG!

Konkret heißt das: Die Beiträge für März, April und Mai können im Rahmen dieser Regelung gestundet werden. Sie sind dann im Juni fällig. Betriebe müssen für die Stundung der Sozialbeiträge für März einen Antrag bereits bis zum 26. März stellen, wie die Handwerkskammer Südthüringen mitteilt. Einen Musterantrag auf Stundung können betroffene Betriebe auf der Website der Handwerkskammer runterladen.

Der Krankenkassen-Spitzenverband bestätigte die Regelung. „Arbeitgeber, die aus nachvollziehbaren Gründen wegen der Corona-Epidemie kein Geld haben, um die Sozialversicherungsbeiträge zu bezahlen, können die Beiträge vorübergehend stunden, also später zahlen. Ausnahmsweise werden dafür keine Zinsen fällig“

 

Quelle: deutsche-handwerks-zeitung.de

Unterstützung für Unternehmen

By Allgemein, Kanzlei News, Selbstständige, Unternehmen

Soforthilfeprogramm „Corona“ 

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat ein Soforthilfeprogramm für gewerbliche Unternehmen, Sozialunternehmen und Angehörige der Freien Berufe aufgelegt, die sich unmittelbar infolge der Corona-Pandemie in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Lage befinden und massive Liquiditätsengpässe erleiden. Sie werden mit einem einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss unterstützt. Anträge hierzu sind ab Mittwochabend, dem 25. März 2020 möglich.

Beantragungsverfahren in 2 Schritten
Anträge auf Soforthilfe können ab Mittwochabend ausschließlich in einem vollelektronischen Prozess online gestellt werden.

Das Beantragungsverfahren läuft in zwei Schritten wie folgt ab:

  1. Die Antragsformulare werden beim  Wirtschaftsministerium online in einem ersten Schritt abrufbar sein.
  2. Als zweiter Schritt erfolgt die Einreichung der Anträge dann über einen Upload auf der zentralen Landingpage der Kammerorganisation:  www.bw-soforthilfe.de (ab Mittwochabend).

Wichtiger Hinweis:
Der Antrag erfolgt NICHT über die Kammern!
Die Anträge werden vom Ministerium an die zuständige Kammer zur Bearbeitung weitergeleitet. Die IHKs und Handwerkskammern übernehmen die Plausibilitätsprüfung der eingegangenen Anträge und leiten diese zum finalen Entscheid und zur Auszahlung der Hilfen an die L-Bank weiter.

Über das weitere Vorgehen und die Voraussetzungen informiert das Ministerium: Soforthilfe Corona

Bitte senden Sie die Anträge ausschließlich über das ab Mittwochabend bereitgestellte Formular des Ministeriums ein.

Förderprogramm – Soforthilfe Corona

By Allgemein, Kanzlei News, Unternehmen

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat ein Soforthilfeprogramm aufgelegt: Gewerbliche Unternehmen, Sozialunternehmen und Angehörige der Freien Berufe, die sich unmittelbar infolge der Corona-Pandemie in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Lage befinden und massive Liquiditätsengpässe erleiden, werden mit einem einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss unterstützt.

Wer wird gefördert?

Anträge können von gewerblichen und Sozialunternehmen, von Soloselbstständigen und von Angehörigen der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen mit bis zu 50 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) gestellt werden, die ihren Hauptsitz in Baden-Württemberg haben.
In Anlehnung an die KMU-Definition der EU verstehen wir als Unternehmen „jede Einheit, unabhängig von ihrer Rechtsform, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt.“ Hierzu zählen auch gemeinnützige Sozialunternehmen, sofern diese aktiv am Wirtschaftsleben teilnehmen.
Soloselbständige und Kleinstunternehmen mit unter fünf Beschäftigten sind nur insoweit antragsberechtigt, als dass sie mit ihrer selbständigen Tätigkeit das Haupteinkommen oder zumindest ein Drittel des Nettoeinkommens eines Haushalts bestreiten.

Was wird gefördert?

Die Unternehmen sollen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, u.a. für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.Ä., durch einen Zuschuss unterstützt werden.
Liquiditätsengpässe oder Umsatzeinbrüche, die bereits vor dem 11. März 2020 entstanden sind, sind daher nicht förderfähig. Zur Erklärung: Am 11. März 2020 wurde die Situation von der WHO zur Pandemie erklärt.

Wie wird gefördert?

Die Soforthilf erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses, ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt bis zu:
• 9.000 Euro für drei Monate für antragsberechtigte Soloselbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
• 15.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
• 30.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten
Die Obergrenze für die Höhe der Förderung entspricht dem unmittelbar infolge der Corona-Pandemie verursachten Liquiditätsengpass oder entsprechenden Umsatzeinbruch, maximal jedoch den oben genannten Förderbeträgen.
Die Anzahl der Beschäftigten ergibt sich aus der Berechnung der Vollzeitäquivalente, die anhand der Regelungen der KMU-Definition der EU erfolgt. Hilfestellung bietet das Benutzerhandbuch KMU-Definition

Antragsverfahren

Antragsberechtigt sind Unternehmen mit Hauptsitz in Baden-Württemberg. Anträge dürfen nur von Unternehmen gestellt werden, die noch keine vergleichbare Hilfe des Landes Baden-Württemberg oder eines anderen Bundeslandes für eine möglicherweise in einem anderen Bundesland oder in Baden-Württemberg bestehende Betriebsstätte beantragt oder erhalten haben. Die Anträge sind in diesem Zusammenhang von dem Hauptsitz des Unternehmens zu stellen.
Antragsformulare sind vollständig auszufüllen, auszudrucken, zu unterschreiben, einzuscannen und über das Online-Portal an die jeweilig zuständige Kammer zu übermitteln.
• Sollten Sie Mitglied einer Kammer (Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer) sein, halten Sie bitte Ihre Mitgliedsnummer bereit. Auch wenn Sie kein Kammermitglied sind und daher keine Mitgliedsnummer haben, werden Sie hier Ihren Antrag stellen können.
• Sollten Sie bereits Kontakt zur L-Bank gehabt haben, halten Sie bitte auch diese Kundennummer bereit.
• Im Rahmen des Antrags wird die Handelsregisternummer (soweit vorhanden) und Umsatzsteuer-ID (ersatzweise Steuernummer) abgefragt werden. Bitte halten Sie diese bereit.
• Bitte halten Sie außerdem Informationen zu Ihrer Bankverbindung bereit.
• Im Rahmen des Antrags wird eine De-minimis-Erklärung angefordert werden. Halten Sie daher bitte Informationen über ggf. bereits erhaltene De-minimis-Beihilfen bereit.
(Eine gute Erklärung zu De-minimis-Beihilfen finden Sie auf dem Portal www.fuer-gruender.de)
• Bitte halten Sie auch Informationen zu weiteren staatlichen Hilfen, die Sie im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ggf. erhalten oder beantragt haben, bereit.
• Im Rahmen des Antrags wird die Höhe Ihres Liquiditätsengpasses (auf drei Monate) abgefragt werden. Halten Sie bitte Informationen hierzu bereit.
• Im Rahmen des Antrags wird die Anzahl der Beschäftigten Ihres Unternehmens abgefragt werden. Halten Sie bitte Informationen hierzu bereit. Hilfestellung bei der Berechnung der Vollzeitäquivalente s. oben.
• Da nur Dokumente im pdf-Format angenommen werden können, informieren Sie sich bitte vorab, wie ggf. andere Dateiformate über bspw. Onlineangebote kostenlos in pdf-Formate gewandelt werden können.

 

Quelle: wm.baden-wuerttemberg.de

Klein- und Kleinstunternehmen erhalten bis zu 15.000 Euro

By Allgemein, Kanzlei News, Unternehmen
Das Kabinett hat ein umfangreiches Rettungspaket für die Wirtschaft beschlossen. Darunter auch Zuschüsse für Kleinstunternehmen.

Das Handwerk begrüßt das von der Bundesregierung beschlossene Rettungspaket für die Wirtschaft. „Das in der Geschichte der Bundesrepublik beispiellose Hilfspaket zeigt die Handlungsfähigkeit und Entschlossenheit der Bundesregierung, in dieser Extremsituation alles zu tun, um bislang gesunde und stabile Betriebs- und Marktstrukturen über die Krise hinweg zu retten“, sagte ZDH-Präsident Hans-Peter Wollseifer. Die vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachten Unterstützungsmaßnahmen seien notwendig, sachgerecht und angemessen. Die dafür notwendige massive Ausweitung der Nettoneuverschuldung sei eine „alternativlose Vorauszahlung auf ein dann wieder gesundes Land“, fügte er hinzu.

Kabinett beschließt nie dagewesenen Nachtragshaushalt

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) betonten in einer gemeinsamen Pressekonferenz die Notwendigkeit der umfangreichen Maßnahmenpakete. „Wir wollen gut aus dieser Krise herauskommen, gemeinsam bekommen wir das hin“, sagte Scholz. Die Regierung wolle sich gleich zu Anfang mit aller Kraft gegen die Krise stemmen, um dem Gesundheitssystem zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen und um Unternehmen und Arbeitsplätze zu sichern. Das Kabinett habe deshalb einen Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Dieser soll noch diese Woche von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden. Damit das möglich ist, muss der Bundestag eine Notfallregelung der Schuldenbremse in Kraft setzen.

Zuschüsse für Solo-Selbständige und Kleinunternehmen bis zehn Beschäftigte

Das Geld soll auch kleinen Unternehmen zur Verfügung stehen. „Der Schutzschirm für die kleinen Unternehmen und die Selbständigen ist beispiellos in der deutschen Nachkriegsgeschichte“, sagte Altmaier. Die Bundesregierung gebe bis zu 50 Milliarden Euro aus, um zu verhindern, dass der kleine Mittelstand wegbreche. So sollen Solo-Selbständige und Kleinstunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten für drei Monate einen einmaligen Betrag von 9.000 Euro erhalten. Für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten sollen es 15.000 Euro sein. Sie sollen damit in der Lage sein, Mieten, Pachten oder auch Leasingraten zu bezahlen.

Zuschüsse nur für Corona-geschüttelte Unternehmen

Voraussetzung dafür sei, dass die Zahlungsschwierigkeiten auf die Corona-Krise zurückgingen. Sollte ein Vermieter die Miete um mehr als 20 Prozent kürzen, dürften die nicht verbrauchten Zuschüsse auch über zwei weitere Monate verwandt werden, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Die Bundesregierung arbeite mit Hochdruck daran, dass die Gelder so schnell wie möglich ausbezahlt würden. „Eine Antragstellung soll in Kürze möglich sein“, hieß es weiter. Nach Verabschiedung des Nachtragshaushaltes solle das Geld ab nächster Woche für die Länder zur Verfügung stehen. Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten, könnten von zinsgünstigen Krediten profitieren, sagte Altmaier weiter. Sie sollen unter einen Schutzschirm schlüpfen dürfen. Insgesamt plane die Regierung dafür rund 500 Milliarden Euro ein.

Weitere Einkommenshilfen für Arbeitnehmer

Mit Blick auf die Bürger sagte Scholz, es werde alles getan, um deren Einkommen zu sichern. Wer jetzt wegen der Corona-Krise sehr wenig verdiene, solle auch ohne vorhergehende Vermögensprüfung unkompliziert Grundsicherung beantragen können. Außerdem werde das Kurzarbeitergeld erhöht, was viele Milliarden Euro koste. Daneben sollten Eltern, die wegen Schul- und Kitaschließungen nicht arbeiten könnten und finanzielle Einbußen hätten, vom Staat finanziell entlastetet werden. Ein entsprechender Entschädigungsanspruch für Verdienstausfälle bei behördlicher Schließung von Schulen und Kitas solle ins Infektionsschutzgesetz aufgenommen werden, betonte Scholz. Dabei werde die Entschädigung in Höhe von 67 Prozent des Nettoeinkommens für bis zu sechs Wochen gewährt und sei auf einen monatlichen Höchstbetrag von 2016 Euro begrenzt, heißt es in einer Mitteilung des Bundesarbeitsministeriums. Die Auszahlung übernehme der Arbeitgeber, der bei der zuständigen Landesbehörde einen Erstattungsantrag stellen könne. Allerdings gelte die Regelung nicht für Zeiten, in denen die Einrichtungen wegen der Schulferien ohnehin geschlossen seien.

 

 

Quelle: deutsche-handwerks-zeitung.de

Unterstützung für unsere Betriebe von Bund und Land

By Allgemein, Kanzlei News, Unternehmen

Der Corona-Virus bedroht Menschenleben. Deshalb ist höchste Vorsicht geboten und weitreichende Maßnahmen sind notwendig. All das hat einschneidende Auswirkungen auf unser tägliches Leben und auf unser ganzes Land. Das gilt auch für unsere Wirtschaft: Sehr viele kleine, mittlere und große Unternehmen sind dramatisch betroffen.

Unser Ziel in dieser Lage ist es, Arbeitsplätze zu schützen und Unternehmen zu unterstützen, damit sie durch die Krise kommen. Die zentrale Botschaft dabei lautet: Es geht uns um jedes Unternehmen, vom Solo-Selbständigen über den kleinen Betrieb und den großen Mittelständler bis zum Konzern.

Bund und Länder sind dabei gemeinsam gefordert. Für Baden-Württemberg gilt: In einem engen Austausch von Bundes- und Landespolitik werden die Maßnahmen verzahnt und aufeinander abgestimmt, damit in der Summe eine optimale Wirkung erzielt wird.

Wir wollen dies mit folgenden Maßnahmen und Angeboten erreichen:

1. Soforthilfe
Soforthilfe zur Unterstützung von Solo-Selbständigen, Kleinunternehmern und Betrieben bis 50 Mitarbeiter u.a. für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume und Leasingraten:
Der Bund hilft:
– Bis 9.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
– Bis 15.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)   Sofern der Vermieter die Miete reduziert, kann der ggf. nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden.
– Voraussetzung: wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona, diese sind zu versichern.

 Das Land hilft:
– Branchenoffener Fonds für alle Selbständigen und mittelständischen Unternehmen bis 50 Beschäftigte bei der Abdeckung ihres dringenden und kurzfristigen Finanzbedarfs. Dabei sollen je nach Einzelfall bei Betrieben ab

11 Mitarbeitern Mittel in Höhe bis zu 30.000 Euro fließen. Für kleinere Betriebe gelten o.g. Fördersummen. Diese werden nicht addiert.

Ab Mittwoch (25.03.2020) können diese Hilfen bei den entsprechenden Kammern (IHK, Handwerkskammer) vor Ort beantragt werden. Diese Finanzhilfen müssen nicht zurückbezahlt werden. Zuständig für die Prüfung des Antrags, die Bewilligung und Auszahlung der Zuschüsse ist die L-Bank.

Der Antrag ist auf der Internetseite des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg elektronisch abrufbar. Das Antragsformular und die De-minimis-Erklärung sind auszufüllen und mit den auf dem Formular vorgesehenen Erklärungen zu unterschreiben und eingescannt bei der sachlich und örtlich zuständigen Kammer elektronisch einzureichen. Die IHK ist dabei sachlich auch zuständig für alle Solo-Selbständigen, Angehörigen der Freien Berufe und Unternehmen ohne Kammermitgliedschaft. Die zuständige Kammer bestätigt dann die Antragsberechtigung und leitet den qualifizierten Antrag an die L-Bank zur Bewilligung weiter. Die Finanzhilfe wird von der L-Bank unmittelbar auf das Konto des Antragstellers bzw. des Zuschussempfängers angewiesen.

Fortlaufende aktualisierte Informationen gibt es auf der Homepage des Wirtschaftsministeriums unter https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/startseite/

2. Eigenkapital
Bund und Land unterstützen die Unternehmen durch die Stärkung von Eigenkapital.
Der Bund hilft:
Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WFS) dient der Stabilisierung von systemrelevanten Unternehmen und dient der Sicherung von Arbeitsplätzen, Lieferketten und Wertschöpfung. Zum Schutz unserer Wirtschaft, der Abwendung von Verkäufen und Insolvenzen wird der Bund einspringen. Dafür werden bereitgestellt:
– 400 Mrd. Euro Garantierahmen, um Unternehmen die Refinanzierung am Kapitalmarkt zu erleichtern und so Liquiditätsengpässen zu begegnen.
– 100 Mrd. Euro Kreditermächtigung für Rekapitalisierungsmaßnahmen.
– 100 Mrd. Euro Kreditermächtigung zur Refinanzierung des Durchleitungsgeschäfts der KfW für die ihr durch die Bundesregierung zugewiesenen Sonderprogramme.
Das Land hilft:
– Einrichtung eines Beteiligungsfonds bei der L-Bank für kleine und mittlere Unternehmen, der mit einer Milliarde Euro ausgestattet ist. Damit soll das Eigenkapital von an sich gesunden, angesichts der Krise aber in Not geratenen, systemrelevanten Unternehmen gestärkt werden, damit diese wieder liquide und kreditwürdig werden und so die Krise überstehen können.

3. Steuern
Für die von der Corona-Epidemie betroffenen Unternehmen und Selbständigen gelten bis zum 31. Dezember 2020 folgenden Erleichterungen:
– Die Herabsetzung der Einkommensteuer-/Körperschaftsteuer-Vorauszahlungen (einschl. Solidaritätszuschlag) soll bei Darlegung der Verhältnisse vom Finanzamt vorgenommen werden. Bei der Gewerbesteuer soll entsprechend vorgegangen werden.
– Die Stundung der Einkommen-, Körperschaft- und auch Umsatzsteuer soll ebenfalls unter Darlegung der Verhältnisse erfolgen. Dabei sind vom Finanzamt keine strengen Anforderungen zu stellen. Auf die Stundungszinsen kann in der Regel verzichtet werden. Die Stundung der Gewerbesteuer ist in diesen Fällen bei der zuständigen Gemeinde zu beantragen, es sei denn, das zuständige Finanzamt hat die Aufgabe nicht an die Gemeinde übertragen. Dann ist auch hier das Finanzamt zuständig.
– Vollstreckungsmaßnahmen wegen Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuerrückständen werden ausgesetzt, wenn das Unternehmen von den Corona-Maßnahmen betroffen ist. Säumniszuschläge sollen erlassen werden.
– Diese Maßnahmen gelten vorerst bis zum 31. Dezember 2020. Darüber hinaus-gehende Anträge auf Stundung oder Herabsetzung müssen gesondert begründet werden.

4. Bürgschaftsprogramme

Der Bund hilft:
– Aufstockung Gewährleistungsrahmen um bis zu 93 Mrd. Euro (entsprechend der im Haushaltsgesetz gegebenen Möglichkeit)
– Diese Erhöhung führt insbesondere zu folgenden Maßnahmen:
a) KfW-Unternehmerkredit (etablierte Unternehmen) werden für Großunternehmen geöffnet (bisher Umsatz 500 Mio. Euro; jetzt bis zu 2 Mrd. Euro) und Risikoübernahme bis zu 80 % für Kredite bis 200 Mio. Euro erhöht.
b) Für kleine und mittlere Unternehmen bietet die KfW eine 90%-ige Risikoübernnahme (Haftungsfreistellung) an.
c) KfW-Kredit für Wachstum: Umsatzgrenze von 2 auf 5 Mrd. Euro erhöht; keine Beschränkungen mehr auf bestimmten Bereich; erhöhte Risikoübernahme auf bis zu 70 %. Unternehmen mit mehr als 5 Mrd. Euro Umsatz weiterhin Einzelfallprüfung.
d) Größere und schnellere Handlungsfähigkeit von Bürgschaftsbanken, indem das der Bürgschaftshöchstbetrag auf 5 Mio. Euro verdoppelt wird und die Entscheidungen bis zu einem Betrag von 250.000 Euro eigenständig durch die Bürgschaftsbanken) innerhalb von 3 Tagen getroffen werden können.
e) Erweiterung des Großbürgschaftsprogrammes auf Ganzdeutschland statt strukturschwacher Gebiete (Betriebsmittel- und Investitionsabsicherungen ab 50 Mio. Euro)
f) Zusätzliche Sonderprogramme für nicht unter die oben genannten Programme fallenden Unternehmen sollen aufgelegt werden.
Das Land hilft:
– Zur kurzfristigen Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen für Unternehmen sowohl der gewerblichen Wirtschaft als auch der freien Berufe etablierte Förderinstrumente zur Verfügung.
– Der Bürgschaftsrahmen für Landesbürgschaften wird im Haushalt von 200 Millionen auf eine Milliarde Euro verfünffacht.

6. Erleichterungen für das Kurzarbeitergeld
Die Voraussetzungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld werden rückwirkend ab 1. März 2020 – vorerst bis zum 31.12.2020 befristet – wie folgt erleichtert:
– Es reicht, wenn 10 Prozent der Beschäftigten eines Betriebes von Arbeitsausfall betroffen sind (statt bisher 1/3), damit ein Unternehmen Kurzarbeit beantragen kann.
– Sozialversicherungsbeiträge werden bei Kurzarbeit für die Ausfallzeit zu 100 Prozent von der BA erstattet.
– Kurzarbeitergeld können auch Zeitarbeiter erhalten; es gibt keine Ungleichbehandlung mit Stammpersonal.
– In Betrieben, in denen Regelungen zur Führung von Arbeitskonten bestehen, wird auf den Aufbau von Minusstunden verzichtet.
– Für Bezieherinnen und Bezieher von Saison-Kurzarbeitergeld werden die Sozialversicherungsbeiträge nicht aus der Winterbeschäftigungs-Umlage, sondern auch aus Beitragsmitteln erstattet.
– Unternehmen können den krisenbedingten Arbeitsausfall ab sofort bei der Arbeitsagentur anzeigen; das gilt auch für Zeitarbeitsunternehmen.

Corona-Steuererleichterungen nutzen: Diese Praxis-Tipps helfen

By Allgemein, Kanzlei News
Nicht nur gesundheitlich, sondern auch wirtschaftlich wirkt sich die Corona-Pandemie verheerend aus. Die Bundesregierung hat deshalb Steuererleichterungen beschlossen. Wie Handwerksbetriebe von diesen profitieren können, zeigen die folgenden Praxis-Tipps.

Die Bundesregierung hat Steuererleichterungen auf den Weg gebracht, um Betrieben in der Corona-Krise zu helfen. Wie Inhaber von Handwerksbetrieben von diesen Steuervergünstigungen profitieren können:

Großzügige Fristverlängerungen

Ist ein selbständiger Handwerker zur Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen und Lohnsteueranmeldungen verpflichtet, kann er für die Abgabefrist zum 10. April 2020 einen Fristverlängerungsantrag stellen, wenn er plausibel nachweisen kann, dass er nicht unerheblich von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen ist. In diesem Fällen sollen die Sachbearbeiter in den Finanzämtern eine Fristverlängerung zur Abgabe und Zahlung bis zum 11. Mai 2020 gewähren. Diese Regelung gilt bereits in den bayerischen Finanzämtern, dürfte aber auch in anderen Bundesländern übernommen werden. Wer die Umsatzsteuervoranmeldung oder die Lohnsteueranmeldung von seinem Steuerberater erstellen lässt, bekommt die Fristverlängerung bis zum 11. Mai 2020 auch dann, wenn nicht er selbst, sondern der Steuerberater wegen der Corona-Krise nachweislich betroffen ist.

Praxis-Tipp: Um von dieser unbürokratischen Fristverlängerung profitieren zu können, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:

  • Der Antrag auf Fristverlängerung sollte schriftlich per Brief oder Fax gestellt werden. Aufgrund der Vielzahl von telefonischen Anträgen kann durch die Schriftform sichergestellt werden, dass der Antrag nicht verloren geht.
  • Einfach ohne Antrag die Umsatzsteuervoranmeldung bzw. die Lohnsteueranmeldung nicht abgeben, ist keine gute Idee. Denn in diesem Fall muss das Finanzamt einen Verspätungszuschlag festsetzen.
  • Sie müssen ausführliche Nachweise auflisten, dass Sie vom Coronavirus nicht unerheblich betroffen sind. Das dürften folgende Gründe sein: Eigene Erkrankung, Erkrankung eines Familienmitglieds, Arbeitnehmer im Home-Office, Auftragsrückgang, Arbeitsüberlastung.

Fristverlängerung für Steuererklärungen 2018

Eigentlich hätten die Steuererklärungen 2018 bereits bis zum 31. Juli 2019 bzw. bei Erstellung durch den Steuerberater bis Ende 2019 ans Finanzamt übermittelt werden müssen. Wer diese Abgabefristen nicht eingehalten hat, sollte unbedingt erneut einen Fristverlängerungsantrag stellen und dem Finanzamt die Gründe schildern. Auch hier gilt: Hängen die Gründe mit der Corona-Krise zusammen, sollte das dem Finanzamt ausführlich geschildert werden. Das kann folgende Vorteile bringen, wenn sich der Sachbearbeiter im Finanzamt überzeugen lässt:

  • Es wird zunächst kein Zwangsgeld festgesetzt, um die Abgabe der Steuererklärungen 2018 zu beschleunigen.
  • Das Finanzamt wird auf Schätzungsbescheide verzichten.

Praxis-Tipp: Unabhängig davon muss bei verspäteter Abgabe der Steuererklärungen 2018 mit einem Verspätungszuschlag gerechnet werden. Also wer wegen der Corona-Krise weniger Arbeit hat, sollte sich seinen Steuererklärungen 2018 widmen und schnellstmöglich beim Finanzamt einreichen.

Betriebsprüfung – nein danke

Sollte in einem Handwerksbetrieb derzeit eine Betriebsprüfung laufen, kann der Betriebsinhaber den Prüfer bitten, das Haus zu verlassen und seine Prüfungshandlungen vor Ort erst dann wieder aufzunehmen, wenn die Ansteckungsgefahr mit Corona geringer geworden ist. Sollte eine Prüfung des Finanzamts aktuell beginnen, sollte ein Antrag auf Verschiebung gestellt werden. Diese Bitte um Unterbrechung der laufenden Prüfung oder einer anstehenden Prüfung durch das Finanzamt hat für Unternehmer keine negativen Konsequenzen. Die meisten Prüfer des Finanzamts arbeiten derzeit im Home-Office und sollten Kontakte zu anderen Personen meiden bzw. einschränken.

Praxis-Tipp: Sollte die Prüfung des Finanzamts bereits abgeschlossen sein und es werden wegen aufgedeckter Buchhaltungsfehler Steuernachzahlungen festgesetzt, dürfte es aufgrund der Corona-Krise länger dauern, bis ein Bericht und die Änderungsbescheide ergehen. Das ist schlecht, weil für jeden weiteren Monat Wartezeit Zinsen in Höhe von 0,5 Prozent der Steuernachzahlungen anfallen. Doch Sie können mit der Finanzkasse eine freiwillige Steuerzahlung vereinbaren. Ab diesem Zeitpunkt werden die Nachzahlungszinsen dann später aufgehoben. Wichtig: Sie müssen klipp und klar auf dem Überweisungsbeleg mitteilen, für welche Steuerart und für welches Jahr welche Beträge geleistet werden.

Zinslose Stundung von Steuerzahlungen

Müsste der Inhaber eines Handwerksbetriebs eigentlich bereits festgesetzte Steuern ans Finanzamt bezahlen, hat aber nicht die nötigen finanziellen Mittel oder muss sein Geld für die Überbrückung der Corona-Krise einsetzen, muss er keinen Kredit bei der Bank aufnehmen.

Unternehmer können beim Finanzamt einen Antrag auf eine zinslose Stundung stellen. Das bedeutet im Klartext: Das Finanzamt zieht die fälligen Steuern frühestens ab dem 1. Januar 2021 ein und es werden weder Zinsen noch Säumniszuschläge fällig. Voraussetzung: Sie müssen dem Finanzamt nachweisen, dass Sie nicht unerheblich von dem Coronavirus betroffen sind.

Praxis-Tipp: Auch hier wieder ein kleiner Verhaltensknigge, damit der Sachbearbeiter im Finanzamt mitspielt und Ihnen die gewünschte zinslose Stundung gewährt:

  • Rufen Sie beim Finanzamt an und beantragen die zinslose Stundung bereits fälliger Steuern.
  • Schildern Sie dem Sachbearbeiter, inwiefern Sie von der Corona-Krise betroffen sind (Umsatzeinbußen, Erkrankung, kein Personal, etc.).
  • Fassen Sie das Telefongespräch schriftlich zusammen und schicken dem Finanzamt einen schriftlichen Antrag auf zinslose Stundung.
  • Durch die Schriftform sichern Sie sich die zinslose Stundung, sollte der mündliche Antrag in Vergessenheit geraten sein.
  • Schaffen Sie sich unbedingt finanzielle Rücklagen. Denn die Steuerschuld ist nicht aufgehoben, sondern nur gestundet. Und spätestens ab 2. Januar 2021 steht das Finanzamt auf der Matte und fordert die Zahlung.
  • Es genügt kein pauschaler Antrag. Die zinslose Stundung muss für alle fälligen oder fällig werdenden Steuern extra beantragt werden.

Das Bayerische Landesamt für Steuern stellt bereits das Antragsformular „Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus“ zum Download bereit. Damit kann der Antrag auf zinslose Stundung und die Herabsetzung von Steuervorauszahlungen (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer) bzw. des Steuermessbetrages für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen gestellt werden.

Vollstreckungsmaßnahmen sollen gestoppt werden

Liegt ein Unternehmer mit dem Finanzamt schon länger wegen offener Steuerschulden im Clinch und drohen Vollstreckungsmaßnahmen, können betroffene Unternehmer erst einmal aufatmen. Denn wird beim Finanzamt ein Antrag auf Aufschub der Vollstreckung eingeht und dieser mit den wirtschaftlichen Schwierigkeiten aufgrund der Corona-Krise begründet wird. Lässt sich der Sachbearbeiter im Finanzamt überzeugen, finden bis zum 31.Dezember 2020 keine Vollstreckungsmaßnahmen mehr statt.

Praxis-Tipp: Damit es mit dem Vollstreckungsaufschub bis zum 31. Dezember 2020 klappt, sollten Unternehmer folgendermaßen vorgehen:

  • Das Finanzamt sollte zunächst telefonisch um einen Aufschub der Vollstreckungsmaßnahmen gebeten werden.
  • Der Antrag sollte plausibel mit den wirtschaftlichen Problemen bezüglich der Corona-Krise begründet werden.
  • Der Antrag auf Aufschub der Vollstreckungsmaßnahmen sollte mit Hinweis auf das Telefonat unbedingt auch schriftlich ans Finanzamt geschickt werden.
  • Zusätzlich zu dem Antrag auf Aufschub von Vollstreckungsmaßnahmen, sollte auch ein Antrag auf zinslose Stundung gestellt werden.
  • Legen Sie trotz der Krise Geld für die fälligen Steuerrückstände beiseite. Denn spätestens ab 2. Januar 2021 läuft die Maschinerie des Finanzamts wieder an und der Vollstreckungsbeamte steht wieder vor der Türe.

Antrag auf Herabsetzung der laufenden Vorauszahlungen

Ist schon jetzt absehbar, dass die Corona-Krise im Jahr 2020 zu erheblichen Umsatzeinbußen und damit zu einem deutlich geringeren Gewinn 2020 führen wird, können Unternehmer beim Finanzamt die Herabsetzung der laufenden Vorauszahlungen zur Einkommen- oder Körperschaftsteuer und zum Solidaritätszuschlag beantragen. Wird der Antrag mit der Corona-Krise plausibel begründet, soll das Finanzamt ohne große Überprüfung der Herabsetzung der Vorauszahlungen zustimmen. Dasselbe gilt für die Gewerbesteuervorauszahlungen. Für die Herabsetzung muss ebenfalls beim Finanzamt ein Antrag gestellt werden. Das Finanzamt schickt der Gemeinde einen Bescheid zum Gewerbesteuermessbetrag zum Zwecke für Vorauszahlungen 2020 zu und die Gemeinde mindert aufgrund dieses Bescheids die laufenden Gewerbesteuervorauszahlungen. Ein Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen bringt also nichts.

Praxis-Tipp: Damit das Finanzamt der Herabsetzung der laufenden Vorauszahlungen zustimmt, empfiehlt sich für Unternehmer folgende Vorgehensweise:

  • Der Antrag auf Herabsetzung der laufenden Vorauszahlungen zur Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie zum Solidaritätszuschlag sollte stets schriftlich gestellt werden.
  • Es sollte ausführlich geschildert werden, warum die Corona-Krise Auswirkung auf den Umsatz und den Gewinn 2020 hat.
  • Der Gewinn und Umsatz sollten unbedingt im Auge behalten werden. Denn setzt das Finanzamt die Vorauszahlungen 2020 mit null Euro fest und es kommt später zu einer hohen Steuernachzahlung für 2020, kann das Finanzamt eine Steuerhinterziehung unterstellen.
  • Das bedeutet im Klartext: Spätestens zum 10.12.2020 sollte ein Antrag auf Anhebung der Vorauszahlungen gestellt werden, wenn absehbar ist, dass für 2020 doch ein Gewinn entsteht.

Das Bayerische Landesamt für Steuern stellt bereits das Antragsformular „Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus“ zum Download bereit. Damit kann der Antrag auf zinslose Stundung und die Herabsetzung von Steuervorauszahlungen (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer) bzw. des Steuermessbetrages für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen gestellt werden.

Wichtiger Hinweis zum Kurzarbeitergeld

Schickt ein Unternehmer seine Mitarbeiter wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit, zahlt einen Teil des Gehalts die Bundesagentur für Arbeit. Hier liest man immer wieder, dass dieses Kurzarbeitergeld steuerfrei ist. Das stimmt zwar, ist für aber nur die halbe Wahrheit. Denn Arbeitnehmer müssen das Kurzarbeitergeld in ihrer Steuererklärung als Lohnersatzleistung im Rahmen des Progressionsvorbehalts versteuern. Einfach erklärt bedeutet das: Das Kurzarbeitergeld ist zwar steuerfrei, erhöht jedoch den Einkommensteuersatz auf das übrige Einkommen. Je nachdem, wie lange die Kurzarbeit dauert, kann er für Arbeitnehmer hier nachträglich zu Steuernachzahlungen kommen.

Praxis-Tipp: Damit Arbeitnehmer nicht von den späteren Steuernachzahlungen überrascht werden, sollten Arbeitgeber ihnen in puncto Kurzarbeitergeld folgende Infos an die Hand geben:

  • Bezieht ein Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld, wird ihn das Finanzamt dazu verpflichten, für 2020 eine Einkommensteuererklärung einzureichen.
  • In der Regel führt das Kurzarbeitergeld dazu, dass in dem Steuerbescheid 2020 Steuernachzahlungen festgesetzt werden.
  • Arbeitnehmer sollten deshalb finanzielle Rücklagen für solche Nachforderungen vom Finanzamt bilden.

 

 

Quelle: deutsche-handwerks-zeitung.de

Die aktuellen Förderkonstrukten von L-Bank/KfW:

By Allgemein, Kanzlei News

Hilfsangebote für Unternehmen, die durch das Corona-Virus in wirt­schaft­liche Schwierig­keiten geraten

Mehr dazu:

https://www.l-bank.de/artikel/lbank-de/tipps_themen/programmangebot-der-l-bank-bei-abflauender-konjunktur-und-krisensituationen.html

 

KfW-Corona-Hilfe: Kredite für Unternehmen

Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden. Hierbei kommt der KfW die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern.

Die KfW wird dazu die bestehenden Kredite für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler nutzen und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen verbessern. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nicht um Zuschüsse handelt.

Mehr dazu:

https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

Corona-Hilfen: Steuerpause für kleine Unternehmen

By Allgemein, Kanzlei News

Die Corona-Hilfen für Unternehmen reichen nicht aus. Darauf weisen Professor Bert Rürup und Ex-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hin. Im Podcast Global Chances fordert Gabriel, dass die Regierung kleine und mittlere Unternehmen stärker entlastet. Und zwar schnell, nachhaltig und für mehrere Monate.

Was die gesamtwirtschaftlichen Dimensionen der Krise betrifft, sind wir bislang noch nicht realistisch“, stellt Rürup fest. Es gebe eine Faustregel: Wenn es zu einer Halbierung der gesamtwirtschaftlichen Leistung in einem Monat kommt, bedeutet das einen Wachstumsverlust auf das Jahr gerechnet von vier Prozent.

„Es spricht also einiges dafür, dass wir in diesem Jahr in die markanteste Rezession reinlaufen werden, die wir in der Nachkriegszeit erlebt haben“, glaubt Rürup. „Und jetzt muss es darauf ankommen, sich darauf vorzubereiten, dass sie möglichst kurz wird.“ Und da habe Deutschland natürlich ein Problem. Es gebe eine ganze Reihe von Bereichen, wo es keine Nachholmöglichkeiten gibt.

Das sieht Gabriel auch so. „Deswegen bin ich dafür, dass man dann auch wirklich befreit von Steuern und Sozialabgaben für eine gewisse Zeit.“ Der Staat sollte in der Krise mutig sein. Insbesondere kleine Unternehmen und solche Unternehmen, wo Arbeitsplätze verschwinden könnten, sollten gezielt mit einer Steuerpause unterstützt werden. Dass sie zum Beispiel drei Monate lang keine Gewerbesteuer zahlen müssen.

Genauso könnten kleine und mittlere Unternehmen von Sozialversicherungsabgaben befreit werden, forderte Gabriel. Er hoffe auch, dass die Banken sich ihren kleinen Kreditnehmern jetzt als „Lotse“ zur Verfügung stellen. Und sagen: Wir beantragen die Hilfsmittel. „Sonst werden die Kleinen das nicht in Anspruch nehmen, ihren Laden zumachen und vor der Insolvenz stehen.“

Helikoptergeld: Schecks an US-Bürger

Von Geldgeschenken an die Menschen, wie Helikoptergeld, halt Gabriel dagegen wenig. Das könnte eher die Panik beschleunigen.

Helikoptergeld ist eine akademische Idee, die plötzlich zu politischen Ehren kommt. Sein Erfinder Milton Friedman fragte sich 1969 ganz einfach, was wohl passieren würde, wenn ein Hubschrauber 1000 Dollar über einer Gemeinde abwerfen würde. Er kam aufsteigende Preise.

In der Corona-Krise wurde das Modell direkter Geldzahlungen zunächst in China (für Hongkong) genutzt. Nun will es auch der amerikanische Präsident nutzen, um die Wirtschaft zu beleben.

Finanzminister Steve Mnuchin will den Amerikanern Heli-Dollars, damit sie mehr Geld ausgeben, also konsumieren. Es ist der eindrucksvollste Posten in einem Billionen-Dollar-Konjunkturprogramm. Im Schnitt würde jeder US-Haushalt, über zwei Schecks, rechnerisch bis zu 4000 Dollar erhalten.

Ob solche Geldgeschenke tatsächlich zu mehr Konsum führen, ist jedoch nicht sicher. Das Geld könnte ja auch auf der Bank landen. Und bestimmte Ausgaben, wie ein Osterurlaub, kann ja auch nicht nachgeholt werden.

Eine Bank-Prüfung reicht

Gabriel verweist in diesem Zusammenhang auf einen Riesennachteil im Hilfsprogramm der Bundesregierung. „Es erreicht die Kleinen natürlich in der Regel zu spät. Beispielsweise wenn ich bei der KfW einen Kredit haben will, dann muss erst die Hausbank den Kredit prüfen, und dann prüft nochmal die KfW. Dazwischen vergehen vier bis sechs Wochen.“

In dieser Zeit könne das dann schon eine Reihe von Unternehmen dahingerafft haben. Deswegen schlägt er vor: Eine Bank-Prüfung reicht. Wenn die Hausbank den Kredit geprüft habe, dann sollte die KfW davon ausgehen, dass das vernünftig gelaufen ist.

Sein zweiter Vorschlag lautet so. „Man muss auch mal überlegen, ob man für Betriebe unter fünf oder unter zehn Beschäftigten nicht noch zusätzlich Dinge schafft.“

Befreiung von Versicherungsbeiträgen

Denn die kleinen Unternehmen würden an den Programmen der Regierung wahrscheinlich nicht teilnehmen. „Die kennen sich damit nicht aus, und das dauert relativ lange.“

Neben einer Steuerbefreiung hält Gabriel auch eine Versicherungsbefreiung für eine Möglichkeit. „Ich finde, der Fantasie dafür dürfen jetzt keine Grenzen gesetzt sein, damit wir den Kleinen helfen.“