Modernisierung des Besteuerungsverfahrens – Neu seit 1. Januar 2017

By 16. Januar 2017 Juni 14th, 2018 Privatpersonen, Unternehmen

Seit dem 1. Januar 2017 sind wesentliche Teile des Gesetzes zur Modernisierung des
Besteuerungsverfahrens in Kraft getreten. Durch dieses Gesetz soll das Besteuerungsverfahren effizienter
und serviceorientierter gestaltet werden.

Kernstück der Reform ist der Erlass des vollständig automationsgestützten Steuerbescheids einschließlich
der elektronischen Bekanntgabe. Änderungen ergeben sich aber auch bei den Fristen zur Abgabe der
Steuererklärung.

Verlängerte Abgabefristen

Bislang sind die Jahressteuererklärungen von nicht beratenen Steuerbürgern bis zum 31. Mai des
Folgejahres beim Finanzamt einzureichen. Für steuerlich beratene Steuerbürger endet die Abgabefrist am
31. Dezember des Folgejahres. Mit dem Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens werden
die Abgabefristen zugunsten der Steuerpflichtigen jeweils um zwei Monate verlängert. Die verlängerten
Fristen gelten erstmals für Steuererklärungen für das Jahr 2018.

Belege nur noch im Einzelfall

Außerdem sieht das Gesetz vor, dass die Finanzverwaltung zukünftig in zahlreichen Fällen auf die Vorlage
von Papier-Nachweisen verzichtet. Die Beleg-Vorlagepflichten werden insoweit durch Beleg-
Vorhaltepflichten ersetzt. Das Finanzamt fordert Belege nur noch im Einzelfall an, wenn dies für die
Prüfung der Steuererklärung erforderlich ist.