Erweiterung der Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen und

By 22. November 2016 Juni 14th, 2018 Privatpersonen

Die Verwaltungsanweisungen zur Anwendung der Steuerermäßigung bei Aufwendungen für
haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und für die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen
wurden insbesondere aufgrund von verschiedenen Urteilen des Bundesfinanzhofes umfassend
überarbeitet.

Folgende Änderungen hebt das Bundesfinanzministerium (BMF) dabei wesentlich hervor:

•Der Begriff „im Haushalt“ kann künftig auch das angrenzende Grundstück umfassen, sofern die
haushaltsnahe Dienstleistung oder die Handwerkerleistung dem eigenen Grundstück dienen. Somit
können beispielsweise Lohnkosten für den Winterdienst auf öffentlichen Gehwegen vor dem
eigenen Grundstück als haushaltsnahe Dienstleistungen berücksichtigt werden.
•Auch Hausanschlusskosten an die Ver- und Entsorgungsnetze können im Rahmen der
Steuerermäßigung unter bestimmten, in dem BMF-Schreiben geregelten Voraussetzungen
begünstigt sein.
•Die Prüfung der ordnungsgemäßen Funktion einer Anlage ist ebenso eine Handwerkerleistung, wie
die Beseitigung eines bereits eingetretenen Schadens oder Maßnahmen zur vorbeugenden
Schadensabwehr. Somit können künftig, in allen offenen Fällen, beispielsweise die
Dichtheitsprüfungen von Abwasserleitungen, Kontrollmaßnahmen des TÜVs bei Fahrstühlen oder
auch die Kontrolle von Blitzschutzanlagen begünstigt sein.
•Für ein mit der Betreuungspauschale abgegoltenes Notrufsystem, das innerhalb einer Wohnung
im Rahmen des „Betreuten Wohnens“ Hilfeleistung rund um die Uhr sicherstellt, kann laut dem
überarbeiteten Anwendungsschreiben ebenfalls die Steuerermäßigung nach § 35a EStG in
Anspruch genommen werden.
•Wer seine Haustiere zu Hause versorgen und betreuen lässt, wird in Zukunft auch von dem
Steuervorteil des § 35a EStG profitieren, da Tätigkeiten wie das Füttern, die Fellpflege, das
Ausführen und die sonstige Beschäftigung des Tieres als haushaltsnahe Dienstleistungen
anerkannt werden können.