Versicherungsleistung mindert abzugsfähige Aufwendungen für haushaltsnahe

By 10. Juni 2016 Juni 14th, 2018 Privatpersonen

Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen für Renovierungs-,
Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen können zu einer Steuerermäßigung führen: Auf Antrag
ermäßigt sich die tarifliche Einkommensteuer um 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens 1.200 EUR.
Versicherungsleistungen mindern den Ermäßigungsbetrag, wie das Finanzgericht (FG) Münster
entschieden hat.
Im Streitfall erlitt die Klägerin einen Wasserschaden, für dessen Beseitigung Handwerkerkosten in Höhe
von insgesamt 3.224 EUR anfielen. Die Versicherung der Klägerin erstattete die Aufwendungen. In ihrer
Einkommensteuererklärung setzte die Klägerin die Handwerkerkosten an und beantragte die Gewährung
der Steuerermäßigung. Das Finanzamt lehnte dies aufgrund der Regulierung des Schadens durch die
Versicherung ab.
Keine wirtschaftliche Belastung aufgrund Schadensregulierung
Das FG Münster wies die hiergegen erhobene Klage mit Urteil vom 06.04.2016 (Az. 13 K 136/15 E) ab.
Die Inanspruchnahme der Steuerermäßigung für haushaltsnahe Handwerkerleistungen setze, so der
Senat, eine wirtschaftliche Belastung der Klägerin durch die Handwerkerkosten voraus. Daran fehle es im
Streitfall, da die Versicherung die Handwerkerkosten erstattet habe. Eine wirtschaftliche Belastung der
Klägerin ergebe sich auch nicht aus den gezahlten Versicherungsbeiträgen, weil durch diese nicht die
Versicherungsleistung angespart werde. Der Anspruch auf Schadensregulierung bestehe unabhängig von
der Gesamthöhe der eingezahlten Beiträge.